Gestaltung der
Ortmitte Wiesent
1. Abschnitt: Schloßplatz
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Schloßplatz
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Plan
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Luftbild
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Situation vor Planungsbeginn:
Der gesamte Schlossplatz war fast völlig zuasphaltiert und wirkte nur als aufgeweiteter Straßenraum der Staatsstraße St. 2125. Das Bild bestimmte das völlig ungeordnete Parken von Kraftfahrzeugen und die fehlende Fußgängerführung in der Ortsmitte.
Die Straßenführung war optisch kaum definiert und verlief diagonal über den Platz, der ansonsten durch die Gebäudeanordnung - die ein großes Rechteck aufweist - eine hervor-
ragende Ausgangsbasis für die Wiederherstellung eines intakten Dorfplatzes darstellt.
Wesentliches gestalterisches Moment ist dabei das mächtige, dominat wirkende Schloß-
gebäude, das die gesamte Nordseite des Platzes flankiert und vor allem durch die historische Substanz seiner Fassade einen entscheidenden Beitrag zur Identität des Dorfplatzes (Schloßplatz) leistet.
Nachdem die Umgehungsstraße im Nord-Westen Richtung Frauenzell fertiggestellt ist, wie auch die Autobahnanschlußstelle Wörth/Donau, wurde mit einer Entlastung des Durchgangs-
verkehrs in der Ortsmitte von Wiesent gerechnet.
Damit war der Zeitpunkt gekommen, die Ortsmitte von Wiesent umfassend, d. h. in mehreren Abschnitten zu gestalten, um für die Bürger ind insbesondere die Anwohner wieder einen "echten" Dorfplatz zu schaffen, der vielerlei Aktivitäten zuläßt und zum Verweilen einlädt.
Wahrnehmbares "Grün" in Form vom Laubbäumen war aus der Ortsmitte fast völlig verschwunden.
Als einziges positives Beispiel ist nur das Kriegerdenkmal mit seinen drei Linden in einer kleinen dreieckigen Grasfläche zu nennen.
Ansonsten beschränkten sich Grünelemente lediglich auf ortsfremde Nadelgehölze oder spärliches "Restgrün" als Strauchwerk an ungeeigneten Stellen. |
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Gaststätte Liebl vorher
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Gaststätte Liebl nachher
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vor "Moser-Haus" vorher
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vor "Moser-Haus" nachher
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Fertiger Zustand:
Heute zeigt sich der Schloßplatz als die "gute Stube" des Ortes mit großzügigen Geh-
bereichen in Granitpflaster, einer ansprechenden Beleuchtung und einer ordnenden Begrünung.
Den Mittelpunkt des Platzes bildet ein Aufenthaltsbereich aus wassergebundener Decke und Schotterrasen mit Bänken und Bäumen, der den dörflichen Charakter unterstreicht und ein lebendiges Element im Platzgefüge darstellt.
Diese Gestaltung ist einerseits schlicht gehalten, wirkt aber durch verschiedene Pflasterformate (Großstein-Kleinstein-Mosaik) und Verlegearten (Reihen, Zeilen, Segment-
bögen) ohne und mit Grasfugen, (z.B. bei PKW-Stellplätzen) trotzdem lebendig.
Einfassungen bestehen aus Granit-Großpflasterzeilen und leiten bündig in die anschließenden Flächen über.
Durch diese umfassenden Gestaltungs- und Funktions-Maßnahmen wurden auch die Anlieger veranlaßt, gestalterische Verbesserungen an ihren Privatgebäuden zu tätigen.
Wichtigste und umfassendste Sanierung war das sogenannte "Liebl-Haus", das für den Platzbereich sehr prägend wirkt.
Dieses wurde umfassend saniert (Fassade, Dach, Fenster, Türen usw.), ebenso wie das Anwesen Schneider in der sogenannten "Käs-Kurve".
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Plasterdetails
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Bauherr:
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Gemeinde Wiesent
vertreten durch Herrn Bürgermeister Rösch
Bahnhofstraße 15
93109 Wiesent
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